Nachruf auf den schottischen Folk-Musiker Robin Laing

Robin Laing 1953–2025

Nach dem Tod eines der bedeutendsten Folk-Singer-Songwriter Schottlands, Robin Laing, im Alter von 72 Jahren wurde ihm Tribut gezollt. Der in Edinburgh geborene Laing war Musiker, Dichter und Schriftsteller und galt außerdem als Autorität in Sachen Whisky-Kultur. Er war u.a. Vorsitzender des Verkostungsgremiums der Scotch Malt Whisky Society.

 

Als Whisky-Barde ließ sich Robin Laing von seinem geliebten Nationalgetränk zu einer fantastischen Mischung aus Liedern und Gedichten inspirieren, die er bei Verkostungen auf Veranstaltungen in Großbritannien, Europa und darüber hinaus vortrug. In diesem Rahmen kam er auch besonders gerne in die Schweiz. Erst Ende letzten Monats am 28./29. November hat er sein letztes Konzert im Rahmen des Whisky&Music Festivals in Zürich gegeben und bei den Switzerlands Best Whisky Awards des Whisky Time-Magazins einen Award in Stellvertretung für eine Schweizer Whisky-Destillerie übernommen, bei der er selbst Shareholder gewesen ist.

 

Seine Leidenschaft für Single Malt und Volksmusik wuchs Schritt für Schritt und veranlasste ihn schließlich, seinen Tagesjob zu kündigen, um sich ganz auf seine One-man-Whisky-Performance namens „The Angels’ Share“ zu konzentrieren. Im Sommer 1996 trat er in Edinburgh in der ehemaligen Tron Tavern neben der Royal Mile auf und stellte fest, dass seine Geschichten und whiskygetränkten Lieder ein begeistertes Publikum fanden.

 

Robins Setlist umfasste alles mit Whisky-Bezug – von Liebesballaden bis hin zu ausgelassenen Mitsingliedern. Er sang über Biawa Makalaga, Page und Butler von James Grant in der Glen Grant Destillerie. Er sang darüber, wie er Steine in die Talisker Bay auf Skye warf. Er sang über Heaven Hill in Kentucky als Metapher für den nackten Körper einer Frau. Und er sang darüber, wie die USA den Destillationsprozess von Bruichladdich ausspionierten, in „We Can’t Let Al Qaeda Get Their Hands On This”.

 

„Ich habe eine Nase für Geschichten“, sagte er. „Ich glaube auch, dass Schottland eine Nation von Geschichtenerzählern ist. Ich denke, das liegt in unserer DNA, die durch Jahrtausende dunkler Winter geprägt ist, in denen wir uns gegenseitig bei Küchen-Ceilidhs unterhalten haben. Ich glaube auch an Vielfalt, und deshalb liebe ich die Whisky-Kultur sehr. Für mich ist er ein emotionaler Auslöser, besonders ein alter Whisky, der einen darüber nachdenken lässt, was in seinem Leben passiert ist, während er in seinem Fass gereift ist.

 

„Am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, mit dem richtigen Geschmack ... Whisky und Musik können dein Leben verändern.“

 

Robin Laing 1953–2025

 

www.robinlaing.com

 

Bild/Bezugsquelle

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