
Malz, üblicherweise aus Gerste, ist zum einen der wichtigste, wenn auch nicht in jedem Fall dominierende Rohstoff für Whisky und Whiskey, zum anderen ist gemälztes Getreide vergleichsweise problemlos. Es enthält die drei Enzyme, die Stärke freisetzen, sie in Dextrin umwandeln und aus diesem den Malzzucker Maltose machen können. Die drei Enzyme Zystase, Amylase und Diastase haben sich beim Mälzen im Gerstenkeim gebildet, wurden aber beim Trocknen des Grünmalzes sozusagen eingeschläfert. Das vor dem Einmaischen geschrotete Malz enthält nur noch drei bis vier Prozent Wasser – zu wenig, um die Enzyme zu aktivieren. Die Mischung aus etwa 70 Prozent Schrot, 20 Prozent Spelzen und zehn Prozent Mehl wird daher im Maischbottich (mash tun) mit der eineinhalb- bis vierfachen Menge der auf etwa 66 Grad erhitzten Flüssigkeit vermischt, die in der dritten Stufe des vorangegangenen Maischens abgezogen wurde. Das Rühren besorgt eine Art Rechen, der im Maischbottich rotiert.
Bis auf wenige Ausnahmen kommen die schottischen Brennereien mit je einer mash tun aus. Die ist meistens aus rostfreiem Stahl und hat hin und wieder einen Deckel aus Kupfer, seltener ist sie aus Gusseisen. Ein kleiner Maischbottich fasst lediglich eine Tonne, große können das 15-fache oder sogar mehr aufnehmen. Bei durchschnittlich neun Tonnen Fassungsvermögen und rund neunzig derzeit aktiven Malt Distilleries ergibt das stolze 810 Tonnen Malzschrot-Wasser-Brei, der – rein theoretisch – zeitgleich in Schottland angesetzt werden könnte. Daraus wird freilich vergleichsweise wenig Whisky, deshalb muss regelmäßig eingemaischt werden.








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